Sie sind hier

Startseite

Interview mit Herbert Herget, Marketingleiter der Bank1Saar

 
Robert-Klein-Preis 2006 – Interview mit dem Marketingleiter der Bank1Saar, Herbert Herget
 
 
 
SAM sprach mit dem Marketingleiter der Bank1Saar, Herbert Herget im Zusammenhang mit der diesjährigen Verleihung des Robert-Klein-Preises über die Entstehung des Preises, die Rolle der Bank1Saar dabei und das Engagement des Unternehmens bei der Unterstützung im breitenkulturellen Bereich.
 
 
Herr Herget, die Bank1Saar hat 1994 gemeinsam mit dem BSM noch unter der damaligen Bezeichnung Saarbank den Robert-Klein-Preis aus der Taufe gehoben. Maßgeblich beteiligt daran waren damals Ihr Amtsvorgänger, Herr (bitte Vorname ergänzen) Raetzer und der BSM-Präsident Josef Petry. Können Sie aus Ihrer Sicht etwas zu Beweggründen sagen, die zu der großzügigen finanziellen Unterstützung im breitenkulturellen Jugendbereich geführt hat?
 
Die Bank 1 Saar hat ihre mehr als 100 Jahre zurückreichenden Wurzeln im Saarland. Saarländer sind Kunden und Mitarbeiter  zugleich. Wir verstehen uns als Teil dieser Gesellschaft und wollen uns deshalb in ihr engagieren. Gerade der Jungendbereich ist dabei aus unserer Sicht besonders wichtig, da hier die Basis für die Entwicklung von starken Persönlichkeiten gelegt wird. Persönlichkeiten, die später einmal den Erfolg und die Prosperität einer Gesellschaft befördern. Gerade das Erlernen eines Instruments und das Zusammenwirken in einem Orchester scheint mir hervorragend geeignet, Fähigkeiten auszubilden und zu erlernen, die auch im späteren Berufsleben von großer Bedeutung sind, wie z.B. Teamgeist, Rücksichtnahme, Durchhaltevermögen und Fleiß. Herrn Petry und Herrn Raetzer kann man für diese gute Ideen nur danken.
  
Können Sie etwas über die Philosophie Ihrer Bank der finanziellen Förderung im kulturellen und sportlichen Bereich aussagen?
 
Als einzige saarländische Bank unterhält die Bank 1 Saar ein saarlandweites Filialnetz. Wir sind also nahe bei den Menschen vor Ort und wollen mit unserem Sponsoring-Engagement auch den Menschen in allen Landesteilen eine Teilhabe ermöglichen. Dies funktioniert sehr gut durch die Zusammenarbeit mit Landesverbänden, wie dem Bund Saarländischer Musikvereine, der über seine angeschlossenen Vereine das gesamte Saarland erreicht. Während Spitzenleistungen in Kultur und besonders im Sport vergleichsweise leicht an Sponsoringtöpfe kommen, fließt das Geld für die vielleicht wichtigere Basisarbeit meist spärlich. Unser Konzept setzt deshalb an der Basis an.
   
Im Laufe der Jahre haben Sie an einer Reihe von Preisverleihungen zum Robert-Klein-Preis teilgenommen. Wie war Ihr Eindruck, was die Freude über das Erreichen des Preises bei den Vereinen betrifft?
 
Die Basisarbeit hat ja häufig nicht nur weniger finanzielle Mittel sondern auch weniger Öffentlichkeit. D. h. das überwiegend ehrenamtliche Engagement bei der Ausbildung von Kindern in Vereinen wird häufig nicht ausreichend wahrgenommen und die Menschen die als Musiklehrer, Dirigent oder Betreuer viel Zeit investieren, erhalt nicht die ihnen zustehende gesellschaftliche Würdigung. Durch die Verleihung des Preises wird dies explizit gewürdigt und über die Medien transportiert. Ich glaube, dass dies eine wichtige Bestätigung für die Mitglieder der Vereine ist und nochmals Ansporn engagiert weiterzumachen. Die von der Bank 1 Saar bereitgestellten Preisgelder sind sicherlich auch sehr willkommen und auch gut eingesetzt - sei es bei der Anschaffung von Instrumenten oder der Ferienfreizeit für die Jugendgruppe. Die Freude der jungen Musiker erlebe ich natürlich besonders intensiv. Wer hart gearbeitet hat, kann den Erfolg auch besonders intensiv auskosten.
  
Konnten Sie sich dabei ein Bild von den Vereinsstrukturen machen bzw. haben die Verantwortlichen der Vereine mit Ihrer Präsentation vor Ort deutlich machen können, warum gerade sie in diesem Jahr „den Preis für besonders vorbildliche Jugendarbeit erhalten haben“?
 
Die „Robert-Klein-Preisverleihungen“ haben mich in den vergangenen Jahren in viele kleine, typisch ländliche Regionen geführt. In kleinen Orten mit ein- bis zweitausend Einwohner schaffen es die Musikvereine junge Menschen weg von Computer und Fernseher zu locken und Jungendmusikgruppen von dreißig, vierzig Musikern aufzubauen. Die musikalische Gestaltung der Preisverleihung war immer auf sehr hohem Niveau. Ich hatte nie Zweifel, dass hier „besonders vorbildliche Jungendarbeit“ geleistet wurde.
 
Welchen Stellenwert räumen Sie dem Preis im Vergleich zu anderen Förderpreisen im kulturellen Bereich ein?
 
Einen Vergleich kann und will ich hier nicht anstellen. Ich möchte lieber den Stellenwert des Förderpreises losgelöst von anderen Förderpreisen sehen - sehr hoch.
  
Der BSM schafft als Landesverband von rund 200 Vereinen für seine Mitglieder mit einem umfassendes Aus- und Fortbildungsangebot im musikalischen und administrativen Bereich sowie ideeller Unterstützung in Fragen der Vereinsführung die Voraussetzung für eine stetige Qualitätsverbesserung in den Orchestern.
Wie schätzen Sie die Arbeit der Musikvereine im Gefüge der breitenkulturellen Szene im Saarland ein?
 
Ohne einen Anspruch auf einen Gesamtüberblick über die breitenkulturelle Szene im Saarland erheben zu wollen, glaube ich, dass diese Arbeit von großer Bedeutung ist.
  
Besuchen Sie schon mal ein Instrumentalkonzert unter Beteiligung eines Blasorchesters bzw. welche Musik hören Sie persönlich gerne?
 

Ich bin ein Kind der Woodstock-Ära und höre auch heute noch gerne Latin-Rock und südamerikanische Rhythmen. Bisweilen sieht man mich auch einmal bei einem Konzert, ganz sicher immer beim Weihnachtskonzert der Bank 1 Saar.

Kontakt

Bund Saarl. Musikvereine e.V.
Trierer Straße 14a
66839 Schmelz
Telefon: (0 68 87) 87 37 8
Telefax: (0 68 87) 88 75 16
E-Mail: info@b-s-m.org