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Mai-Juni 2015

Liebe Musikerinnen,

liebe Musiker,

Musikvereine haben in der heutigen Zeit als Träger der örtlichen Kultur Aufgaben zu erfüllen, die sich als sehr vielschichtig darstellen. Traditionell gestalten die örtlichen

Musikvereine mit ihren Orchestern und Ensembles viele weltliche und kirchliche Veranstaltungen mit, um ihnen einen würdigen Rahmen zu geben.

 

Wer freute sich nicht darüber, wenn beim sportlichen Erfolg eines Vereins oder Sportlers auch der eigene Musikverein aufspielt? Ständchen bei goldenen oder diamantenen Hochzeiten zur Ehre der Jubelpaare werden von den örtlichen Orchestern gerne wahrgenommen.

 

Jahreskonzerte, Jugendorchester, Schülerorchester, musikalische Früherziehung, Freizeitgestaltung, Familienabende, Projektorchester, Gemeindejugendorchester, um nur einige Bereiche zu nennen, stellen Angebote der jeweiligen Vereine an unterschiedliche Gruppen innerhalb der Ortsgemeinschaft dar.

 

Mehr als 95 % der Mitglieder wohnen in dem jeweiligen Ortsteil, der dem Musikverein den Namen gibt. Deutlich wird daran, dass unsere Musikvereine, wie auch alle anderen kulturellen Vereine in der örtlichen Gemeinschaft wurzeln. Ob diese Bestandsaufnahme auch noch zukünftig zutreffend sein wird ist mehr als fraglich.

 

Kirchengemeinden schließen sich zu Pfarrgemeinschaften zusammen, über die weitere Fusionierung von Gemeinden wird diskutiert, Grundschulen werden geschlossen. Den Kirchen laufen die Mitglieder weg, Kinder werden immer weniger.

 

Unter dem Diktat der Schuldenbremse werden immer mehr Zusammenschlüsse

gefordert. Kleinere Gemeinschaften sollen sich zu größeren Einheiten zusammenschließen, um Kosten zu ersparen.

 

War es früher selbstverständlich, dass der örtliche Musikverein die aus dem Ort stammenden Kommunionkinder zur Kommunionfeier musikalisch geleitete und anschließend der eigene Pfarrer die Erstkommunion spendete, so ist heute eine Entwicklung dahingehend festzustellen, dass die Kommunionfeier im Nachbarort erfolgt und die Feier auch nicht mehr vom eigenen Musikverein gestaltet wird.

 

Viele Ortschaften verfügen über keine eigene Grundschule mehr. Nachwuchswerbung über die ortsansässige Grundschule ist somit für viele unserer Vereine nicht mehr möglich. Kooperation und Zusammenschlüsse in diesem Bereich sind gefordert.

 

Wenn denn unsere Musikvereine insoweit ihre Wurzeln verlieren, so müssen sie neue Strukturen erarbeiten, die ihre zukünftige Existenz sichern können.

 

Josef Petry,

Präsident des BSM

Kontakt

Bund Saarl. Musikvereine e.V.
Trierer Straße 14a
66839 Schmelz
Telefon: (0 68 87) 87 37 8
Telefax: (0 68 87) 88 75 16
E-Mail: info@b-s-m.org