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Juli-August 2016

Intro

 

Musikalische Weiterentwicklung durch

Teilnahme an den Wertungsspielen

 

Seit 60 Jahren sorgen die Wertungsspiele unseres Verbandes immer wieder für lebhafte Diskussionen. Nahezu jedes unserer Orchestermitglieder hat einige Anekdoten parat – teils aus eigenem Erleben, teils aus Hörensagen: Da sind sich Musiker schon mal an die Gurgel gegangen, selbstgefällige Juroren haben den Stab über motivierte Orchester gebrochen, auf der Bühne saßen mehr Musiker als Publikum im Auditorium. Die Liste ließe sich nahezu endlos verlängern - so hat sich um die Wertungsspiele fast schon ein eigener Mythos entwickelt.

 

Und vieles von dem, was da so erzählt wird, stimmt sogar! Sollte man die Wertungsspiele folglich besser abschaffen? Nein! Die Wertungsspiele können natürlich Risiken bergen... und sie sind nicht perfekt - werden es wohl auch nie werden, aber: Die Vorteile überwiegen deutlich! Zudem versucht der BSM sein Produkt stetig zu reflektieren und zu verbessern: Die Veranstaltung selbst hat einen hochwertigen Rahmen. Drei Premiumsäle (Großer Sendesaal des SR in Saarbrücken, Ellipse der Landesakademie Ottweiler, Big Eppel in Eppelborn) dokumentieren diese Wertigkeit ebenso wie die professionellen Livemitschnitte, Plakate und Programmhefte.

 

Alle Juroren gehören zum „Who is who“ der deutschen Blasorchesterszene. Die Anschaffungskosten für das Pflichtstück werden den Vereinen erstattet. Die Beratungsgespräche und die schriftlichen Kritiken wurden in den letzten Jahren von einer überwältigenden Mehrheit der Dirigenten gelobt und für gut befunden. Aber wichtiger als die Veranstaltung selbst ist der Weg dorthin: Die zielgerichtete Vorbereitung mit der Fokussierung auf zwei vorzutragende Werke führt in der Regel zu einer künstlerisch und technisch intensiven und hochwertigen Leistung des Orchesters. Nimmt man die Herausforderung einer intensiven Vorbereitung an, wird sich das Niveau und musikalische Verständnis des Orchesters weiterentwickeln und auch auf andere Werke übertragen. Wertungsspiele sind daher nicht nur Gradmesser des aktuellen Leistungsstandes, sondern vielmehr auch Instrument des musikalischen Vorankommens. Und diese Weiterentwicklung hat selbst dann stattgefunden, wenn man mit der Bewertung durch die Jury einmal nicht einverstanden ist.

 

In diesem Sinne darf ich bei allen Dirigentinnen und Dirigenten, bei allen Musikerinnen und Musikern und bei allen Vorstandmitgliedern für die Teilnahme an diesem Angebot des Verbandes werben. Und wer es nicht glauben kann, dass sich auch die Wertungsspiele in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt haben, ist gerne eingeladen, im kommenden November oder April eine der Veranstaltungen zu besuchen und sich sein eigenes Bild zu machen.

 

 

Bernhard Stopp

Bundesdirigent

Kontakt

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