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Mai-Juni 2017

Dialog statt Abgrenzung

 

Wir leben in einer Zeit, in der Separatismus in Mode ist. Gewachsene Strukturen zerfallen und Viele denken, allein seien sie stärker. Und so ist es nicht verwunderlich, dass manche Mitgliedsorchester die Frage nach dem Sinn eines Amateurmusikverbandes wie dem BSM stellen. „Wozu braucht man den? Die Probleme vor Ort müssen wir sowieso selbst lösen!“ Und leider wirken manche (gutgemeinte) Angebote des Verbandes für viele Mitglieder fast schon anachronistisch. Die Wertungsspiele sind ein Dinosaurier des letzten Jahrtausends, die Jungbläserlehrgänge klingen schon von ihrem Namen her angestaubt und auch die Dirigentenlehrgänge kämpfen mit sinkenden Teilnehmerzahlen.

 

Alles abschaffen? Alles selbst machen? Die eigene Suppe kochen?

 

Wohl eher nicht! Von außen betrachtet erscheint Isolation und Separierung selten zielführend, man denke nur an den Brexit...

 

Dem BSM und seinen Funktionsträgern liegt die Entwicklung und Förderung aller Vereine und Orchester am Herzen. Und dabei wird schnell vergessen, dass „Die vom BSM“ auch allesamt in Mitgliedsvereinen aktiv sind und damit auch viele Sorgen und Nöte der Vereine an der Basis kennen. Die Lobby und Öffentlichkeitsarbeit für die Gattung Blasorchester ist ihnen wichtig. Die Aus und Weiterbildung von Jugendlichen, Multiplikatoren und Dirigenten betrachten sie als eine der wichtigsten Kernaufgaben des Verbandes.

 

Voraussetzung, um diesen Aufgaben auch in Zukunft gerecht zu werden, ist aber die Mitarbeit der Mitgliedsvereine: Zum einen müssen sie durch steten Input und das Artikulieren ihrer Bedürfnisse zur Weiterentwicklung der Verbandsangebote beitragen und zum anderen sollten sie sich an wichtigen Angeboten des Verbandes beteiligen. Sinkende Teilnehmerzahlen auf allen Lehrgangs- und Angebotsebenen sind hier das falsche Signal.

 

Gemeinsam können wir alle mehr erreichen. Dazu müssen wir uns aber auch alle aufeinander einlassen. Vereine wie Verbände müssen sich immer wieder neu erfinden und neu definieren. Das gelingt am besten im offenen Dialog. Nur auf dieser Basis können wir fit werden für die nächsten Jahre und Jahrzehnte. Also, packen wir´s an!

 

Bernhard Stopp

Bundesdirigent des BSM

 

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Kontakt

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