Aktuelles zur Aufnahme des Probenbetriebes in den Vereinen (Stand: 06.06.2020) - Coronaviruskrise und seine Folgen - Infobrief 9 des BSM-Präsidenten an die Mitgliedsvereine

Liebe Musikfreunde,

noch immer lässt die Corona Pandemie einen normalen Vereinsbetrieb nicht zu.

Jedoch bewegen wir uns Schritt für Schritt in diese Richtung. Der Gesundheitsschutz und die freie Entfaltung der Persönlichkeit müssen unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsprinzips gegeneinander abgewogen werden. Die Entscheidungen darüber tragen die Politisch Verantwortung Tragenden. Dabei haben sie die Erkenntnisse der einschlägigen Wissenschaften zugrunde zu legen. Solange es keine wirksame Impfung oder Medikamente gegen das Virus gibt, müssen unsere Vereine sich und andere schützen, damit einer Verbreitung des Virus vorgebeugt wird.

Es erfolgte aber auch eine schrittweise Lockerung der Schutzmaßnahmen:

  • So konnte der Instrumentalunterricht mit 2 Schülern und einer Lehrperson unter Beachtung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen in den Vereinsräumen aufgenommen werden;
  • ab 1. Juni 2020 ist das Proben in Vereinsräumen mit bis zu 10 Personen unter Einhaltung der Abstands- und Hygienebedingungen in den Vereinsräumen erlaubt, ohne dass es einer Genehmigung durch die Ortspolizeibehörde bedarf.
  • Ab dem 15. Juni 2020 ist nach § 4 Abs. 11 der Verordnung zur Bekämpfung der Corona Pandemie der Betrieb von Vereinsräumen zum Zwecke kultureller Bildungsarbeit erlaubt, wobei § 11 der Verordnung zum stufenweisen Einstieg in den schulischen Präsenzunterricht und den Betrieb sonstiger Bildungseinrichtungen sowie Kindertageseinrichtungen entsprechend zu berücksichtigen ist. Nach § 11 Abs. 3 dieser Verordnung) setzt der Betrieb voraus, dass die Hygiene- und Schutzmaßnahmen der jeweiligen Einrichtung denen für die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen entwickelten landesweiten Vorgaben entsprechen.
  • Die insoweit zu beachtenden Corona-Pandemiemaßnahmen sind im Hygieneplan zum Infektionsschutz in Schulen vom 02.05.2020 festgelegt.

Abstands- Hygiene und Schutzvorschiften beim Betrieb von Vereinsräumen zum Zwecke kultureller Bildung

Im Rahmen der persönliche Hygiene sind folgende Schutzmaßnahmen einzuhalten:

  • Abstand halten (grundsätzlich 2 m)
  • keine persönlichen Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln- Händehygiene. regelmäßig und sorgfältig die Hände mit Flüssigseife waschen, insbesondere vor dem Essen, nach dem Besuch der Toilette ggf., wenn öffentlich zugängliche Gegenstände angefasst wurden
  • mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase berühren
  • öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen
  • Es ist dafür Sorge zu tragen, dass genügend Waschgelegenheiten mit Flüssigseife und Papiertüchern vorhanden sind,

Bei der Mund-Nasen-Bedeckung gilt folgendes:

  • Es gibt keine grundsätzliche Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Vereinsraum. Wichtig ist die Einhaltung des Abstandsregelung von 2 m. Außerhalb des Proberaumes ist das Tragen im Vereinsgebäude und Gelände verpflichtend
  • die Regelungen zum Hygieneschutz und insbesondere die zur Mund-Nasen-Bedeckung sind den Mitgliedern zu erläutern.

Raumhygiene

  • im Rahmen der Raumhygiene ist der Abstand von 2 m einzuhalten, abhängig von der Größe des Proberaumes sind das etwa 10 bis 15 Teilnehmer.
  • So können z.B. bei einer Raumgröße von etwa 55 m² und einem Abstand von 2 m etwa 10 bis 12 Personen untergebracht werden,
  • besonders wichtig ist das regelmäßige richtige Lüften, um den regelmäßigen Austausch der Raumluft zu garantieren, Stoßlüftung, Querlüftung über mehrere Minuten alle 45 min.,

Reinigung der Betriebsstätte

  • die Reinigung von Oberflächen steht im Vordergrund, die folgenden Areale sollten besonders gründlich in stark frequentierten Bereichen nach Möglichkeit täglich gereinigt werden:
  • Türklinken und Griffe sowie Umgriff der Türen, Treppen- und Handläufe, Lichtschalter, Tische,

Sanitärbereich

  • Hygiene im Sanitärbereich, in allen Toiletten räumen müssen ausreichend Flüssigkeitsspender und Einmalhandtücher bereitgestellt, regelmäßig aufgefüllt und entsprechende Auffangbehälter für Einmalhandtücher vorgehalten werden, Zugangsregelungen für Toiletten müssen erstellt werden, Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen

Allgemein

  • der Abstand von 2 m ist im gesamten Vereinsgebäude einzuhalten, der Betrieb einer Mensa, Bistro oder einer ähnlichen Einrichtung mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ist nicht erlaubt,

Meldepflicht

  • der Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von Covid-19 Fällen ist dem Gesundheitsamt zu melden.
  • Ob mit einer höheren Anzahl von Musikern*innen in dem Vereinsraum geprobt werden kann auf Antrag von der zuständigen Ortspolizeibehörde entschieden werden.

Proben und Veranstaltungen unter freiem Himmel

  • dürfte nach § 3 Abs. 2 der VO vom 29.05.2020 ab 15. Juni mit Ensembles bis zu 100 Teilnehmern möglich, sein,
  • wenn die Probeveranstaltung der zuständigen Ortspolizeibehörde gemeldet,
  • der Mindestabstand nach § 3 Abs. 1 Satz 2 von 1,5 m eingehalten wird,
  • die Vorschriften der Kontaktverfolgung nach § 3 a beachtet
  • und die entsprechenden Vorschriften der TA Lärm eingehalten werden.
  • Die Bläser sollten auf einen Stuhlabstand von 2 m, auf Flüssigkeitsentfernung und Instrumentalreinigung mit Einmaltüchern achten.
  • Die Schlagzeuger auf einen Stuhlabstand von 1,5 m achten und die gemeinsame Nutzung von Instrumenten und Zubehör vermeiden.
  • Der Dirigent sollte einen Abstand zu den Musikern*innen von 2 m beachten. Ansonsten sind auch im Freien die allgemeinen Hygienevorschriften zu beachten. Ausnahmegenehmigungen erteilt auch hier die Ortpolizeibehörde

Kulturelle Aufführungen

Vereine, die Kulturelle Aufführungen nach § 1 Abs. 6 der Verordnung Corona Pandemie veranstalten können ab dem 15.06.2020 ihren Betrieb wieder aufnehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass dies auf der Grundlage eines Hygiene Konzepts, das geeignete Maßnahmen zur vollständigen Kontaktverfolgung nach § 3a vorsieht, unter Beachtung besonderer Schutzvorkehrungen und unter Sicherstellung des Mindestabstandes nach § 3 (1). Der Probebetrieb findet auf der Grundlage eines Hygienekonzepts, unter Beachtung besonderer Schutzvorkehrungen unter Sicherstellung des Mindestabstands nach § 3 (1) für Vereine unter der Maßgabe des § 3 Abs. 1 statt. Untersagt sind Chorveranstaltungen und – Proben in geschlossenen Räumen. Aus § 3 (3) Abs. 2 ergibt sich, dass ab 15. Juni 2020 unter freiem Himmel Aufführungen mit bis zu 100 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Personen stattfinden können, wobei Veranstaltungen bei denen mehr als 10 Personen anwesend sind der Ortspolizeibehörde zu melden sind und der Mindestabstand nach Maßgabe des Abs.1 Satz 3 einzuhalten, geeignete Maßnahmen zur vollständigen Nachverfolgbarkeit nach Maßgabe des § 3 a zu treffen und besondere infektionsrechtliche Auflagen zu beachten sind.

Für den Bund Saarländischer Musikvereine

Mit musikalischen Grüßen

Josef Petry

BSM Präsident

Bund Saarländischer Musikvereine e.V., Geschäftsstelle, Trierer Straße 14a, 66839 Schmelz, Tel.: 06887/87378, E-Mail: info@b-s-m.org

Bürozeiten: Montag bis Donnerstag 9.00 bis 13.00 Uhr, Freitag 9.00 bis 12.00 Uhr

Verordnung in der aktuellen Fassung in der Anlage zum Herunterladen und Nachlesen anbei